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Grünes Band Radtour: Die Planung

„Wie bringst du Gott am einfachsten zum Lachen? Erzähl ihm deine Pläne“, hat mal Joe Perry in einem Interview zu den zukünftigen Absichten von Aerosmith gesagt. Ich habe das noch nicht versucht, wäre aber eine Idee … In jedem Fall erzähle ich euch hier von meinen Plänen für die Tour am Grünen Band. In den Zeiten vom WWW hätte ich zunächst gar nicht das Haus verlassen müssen, um alles zusammenzustellen. Und gabs da nicht immer wieder Berichte über Fake Blogger, deren dumme Pannen (z.B. angeblich aktuelle Fotos, auf denen dann aber wichtige Details falsch sind oder fehlen) die Schwindelei haben auffliegen lassen. So wird es bei mir nicht sein 😉

Bücher

Ein Buch möchte ich besonders empfehlen: Radtouren am Grünen Band (Bruckmann Verlag) von Stefan Esser. Stefan ist ambitionierter Radwanderer. Er hat zahlreiche Radtouren hinter sich und diese z.T. auch in Buchform dokumentiert. Ihm muss ich uneingeschränkten Respekt zollen, auf der anderen Seite hat es mich ermutigt: das schaffst auch du 😊 Und zu guter Letzt gibt er sehr viele Tipps für Sightseeing-Abstecher und hat aufschlussreiche Geschichten zum Leben an der Mauer aufgeschrieben (leider ist das Buch inzwischen vergriffen und auch über den Autor ist nichts in Erfahrung zu bringen – schade!).

Ein anderes Buch berichtet  über eine Wanderung am Grünen Band. Dieses Buch stand als Nummer 1 auf meiner Leseliste, denn die Wanderung war mein Ursprungsplan. Andreas Kieling hat seine Wandererlebnisse in einem eher untypischen Wanderführer Ein deutscher Wandersommer aufgeschrieben – untypisch deshalb, weil er wenig praktische Tipps gibt, dafür mehr über sich, die Natur, Land und Leute schreibt und ein stimmiges Bild dieses knapp 1.200 Km langen Streifens quer durch Deutschland zusammenstellt.

Blogs

Es gibt erstaunlich viele Reiseberichte und Radtourentipps zum Grünen Band. Ich werde nicht alle vorstellen oder erwähnen, drei dieser Tourenblogs haben es allerdings in meine Übersicht geschafft.

Der Wanderblog (wobei das Wandern nur der Aufhänger ist) von Beatrix Flatt hat ebenfalls das 30-jährige „Jubiläum“ des Grünen Bandes zum Anlass. Sie wandert die Strecke von Süd nach Nord und hat sich zum Ziel gesetzt, jeden Tag ein Interview mit zwei Menschen von West und Ost entlang der Strecke zu führen. Auch sie geht der Frage nach, wieviel Verbindendes, wieviel Trennendes nach 30 Jahren Mauerfall und 30 Jahren „Lebenslinie“ des Grünen Bands zu finden ist. Ihre Wanderung begann bereits im Juni 2019 am Dreiländereck in Bayern und endet Sept/Okt. an der Ostsee.

Der Reiseblog von Heinrich Pingel „Grenzgängertour2018“ hat mir sehr gut gefallen. Im heißen Sommer  2018 hat er diese Strecke bewältigt (teilweise mit einem Freund sowie seinen beiden Töchtern) und seine Erlebnisse sehr anschaulich beschrieben. Der Blog liefert viele Tipps für die geschichtlichen Momente entlang der ehemaligen Zonengrenze und schildert die persönlichen Erfahrungen in seinen Jugendjahren als unfreiwilliger „Grenzgänger“ zwischen den beiden Deutschländern.

Auch der Tourenblog von Karsten Wischeropp ist informativ und gut geschrieben. Karsten ist die Strecke mal andersherum, nämlich von Nord nach Süd gefahren. Er berichtet von kleinen und großen Erlebnissen entlang der Strecke und zeichnet ein sehr lebendiges Bild von manchmal recht einsamen Gegenden.

Zusätzlich habe ich etliche lokale Heftchen und Flyer im Vorfeld organisiert, Landkarten gewälzt und das Netz abgesucht. Aufgrund des Jubiläumjahrs zum Grünen Band hat mich auch der BUND mit viel Material versorgt (vielen Dank!). Da werde ich einiges als Info-Flyer bei meinen Übernachtungspunkten auslegen. So bin ich mehr als gut gerüstet, um den Weg nach Travemünde zu finden und dort unbeschadet anzukommen.

Nord-Süd oder Süd-Nord?

Da gehen die Meinungen auseinander, denn beide Tourvarianten haben Vor- und Nachteile. Für mich stand von Beginn an fest: es geht nach Norden, denn einmal die Mittelgebirge hinter sich, fällt es „im Prinzip“ nur Richtung Ostsee ab. Natürlich gibt es auch ein „Aber“, denn häufig weht der Wind von der Küste ins Landesinnere, was zu einem veritablen Dauergegenwind führen kann. Dieser Nachteil wird aus meiner Sicht dadurch wettgemacht, dass man das Ziel praktisch schon von Weitem sehen kann (am besten auf einer guten Landkarte). Umgekehrt hätte ich bei der Nord-Süd-Variante vielleicht bis zum Harz Rückenwind, müsste mich bei den kommenden Etappen – bis zum bitteren Ende – immer höher schrauben. Das erschien mir ähnlich verlockend wie die Rennetappe bei der Tour de France, bei der die Ankunft auf dem Col du Tourmalet liegt. Darum hieß es für mich: erst die Anstrengung, dann das Vergnügen nur noch bergab zu radeln. Nicht zuletzt beschreibt das oben genannte Buch von Stefan Esser die Tour am Grünen Band ebenfalls in der Süd-Nord-Richtung. Es ist deutlich schwieriger, Touren mit einer gegebenen Beschreibung in die entgegengesetzte Richtung zu befahren oder zu bewandern. Man kann zwar eine Landkarte auf den Kopf drehen, um sich besser zu orientieren. Das nützt bei einem Buch leider wenig.

Tipps

Hier kommen noch ein paar weitere – unvollständige – Hinweise, die bei der Vorbereitung der Radtour sehr nützlich waren:

Wer seinen Blog hier listen möchte, einfach kurze Nachricht an: info@mein-gruenes-band.de

 

[… wird ständig weiter ergänzt …]

Planung am grünen band
Wo geht’s denn weiter? Irgendwo, irgendwann im Frühjahr an der Werra…

Veröffentlicht in Allgemein

Ein Kommentar

  1. Lizzy Lizzy

    Haha, nie hätte ich gedacht, dass Joe Perry mal auf einem Fahrradblog zitiert wird 🙂 Was Stefan Esser angeht: Das Buch ist wirklich klasse und hilfreich für die konkrete Planung. Der Mann scheint ja ansonsten gerne im Hintergrund zu bleiben. Ich fand über ihn absolut nichts im Netz. Du? Anyway, dir viel Spaß und Erfolg beim weiteren Austüfteln und natürlich auf der Tour!

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